16.–18. Oktober 2026 | DOKR Warendorf
Die Skala der Ausbildung als gemeinsame Sprache.
Was sieht der Trainer – und was sieht der Richter?
Was ist das Ausbildungsziel? Welcher Weg führt dorthin? Und woran erkennen wir am Ende, ob dieser Weg tatsächlich der richtige war?
Vom 16. bis 18. Oktober 2026 bringen WIR SIND FAHRER im DRFV und die Deutsche Richtervereinigung (DRV) Trainer und Richter beim DOKR in Warendorf zusammen.
Nicht nebeneinander. Sondern miteinander.
Denn genau darum geht es bei dieser Fortbildung: Ausbildung und Beurteilung nicht getrennt voneinander zu betrachten, sondern miteinander ins Gespräch zu bringen.
Die Skala der Ausbildung als gemeinsame Sprache
Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung – seit Jahrzehnten bilden sie das Fundament der klassischen Pferdeausbildung.
Aber sprechen Trainer und Richter tatsächlich immer dieselbe Sprache?
Was meint der Trainer, wenn er ein bestimmtes Ausbildungsziel formuliert? Was sieht der Richter später in der Prüfung? Welche Anforderungen stellt eine Aufgabe an das Pferd – und welche Voraussetzungen müssen im täglichen Training geschaffen werden, damit es diese Anforderungen überhaupt erfüllen kann?
Genau an dieser Schnittstelle setzt die Fortbildung an.
Trainer unterrichten. Richter beobachten. Gemeinsam wird analysiert.
Was war das Ziel? War der gewählte Weg richtig? Was hat sich beim Pferd verändert? Was nimmt der Trainer wahr – und wie beurteilt der Richter das Ergebnis?
Drei Experten – erstklassige Fachkompetenz für ein besonderes Fortbildungsformat
Mit Peter Tischer, Jürgen Uthoff und Ekkehard Freiberg konnten wir drei ausgewiesene Experten gewinnen, deren Erfahrung und fachliche Kompetenz diese Fortbildung in besonderer Weise prägen. Drei Namen, die für fundierte Ausbildung, einen geschulten Blick auf das Pferd und höchste Kompetenz in der Beurteilung stehen.
Lehrgangsleitung
Peter Tischer | Ausbildung, Sport und Beurteilung
Internationaler Fahrrichter, international erfolgreicher Vierspännerfahrer und erfahrener Trainer: Peter Tischer vereint in besonderer Weise genau die Bereiche, die bei dieser Fortbildung zusammengeführt werden.
Unter seiner Lehrgangsleitung führt der Weg während des gesamten Wochenendes immer wieder vom Ausbildungsziel über die praktische Arbeit bis zur gemeinsamen Analyse. Seine Erfahrung als Fahrer, Trainer und Richter macht ihn dabei zu einem Bindeglied zwischen Ausbildung, sportlicher Praxis und Beurteilung.
Richterperspektive am Samstag
Jürgen Uthoff | Ein besonderes Auge für Ausbildung
Den gesamten Samstag begleitet Jürgen Uthoff die Fortbildung. Der renommierte Fahr- und Reitrichter bringt seine Fachkompetenz unmittelbar in Theorie, Praxis und gemeinsame Reflexion ein.
Wer ihn in der fachlichen Arbeit erlebt, weiß, was ihn besonders auszeichnet: ein außergewöhnliches Auge für die Ausbildung und Entwicklung eines Pferdes.
Er sieht nicht nur sehr genau hin. Er kann das, was er sieht, auch präzise beschreiben, fachlich einordnen und hervorragend vermitteln. Genau das macht seine Mitwirkung für dieses Fortbildungsformat so wertvoll: Was verändert sich während einer Trainingseinheit? Warum verändert es sich? Was bewirkt die Arbeit des Trainers – und was erkennt der Richter?
Trainer-Richter-Forum am Sonntag
Ekkehard Freiberg | Der Blick vom nationalen bis zum internationalen Sport
Ekkehard Freiberg ist internationaler Fahrrichter und Leiter FA Fahren und Parcoursaufbau in der Deutschen Richtervereinigung. Mit seiner umfassenden Erfahrung und Fachkompetenz bereichert er das abschließende Trainer-Richter-Forum am Sonntag.
Gemeinsam mit Peter Tischer richtet er den Blick auf die Anforderungen und Bewertungsmaßstäbe von der nationalen bis zur internationalen Ebene.
Freitag | Sehen. Schulen. Beurteilen.
Schon der Freitag zeigt, wohin die Reise geht: Trainer erteilen Unterricht, Richter beobachten. Im Mittelpunkt stehen Ausbildungsziel, gewählter Trainingsweg und die sichtbare Entwicklung des Pferdes.
Anschließend wird gemeinsam reflektiert: Was war das Ziel? War der gewählte Weg richtig? Welche Veränderung wurde erreicht? Was hat der Trainer wahrgenommen – und wie beurteilt der Richter das Ergebnis?
FORUM AM FREITAG
Skala der Ausbildung – Fundament oder Auslaufmodell?
Brauchen wir sie noch – oder braucht moderner Fahrsport neue Antworten? Welche vermeintlich moderneren Ausbildungswege begegnen uns im Sport – und halten sie einer fachlichen Betrachtung stand?
Samstag | Ausbildung planen. Umsetzen. Wirkung überprüfen.
Vom Ausbildungsziel zum Trainingskonzept
Am Samstag wird es konkret. Gemeinsam werden Unterrichts- und Trainingskonzepte zu drei zentralen Themen erarbeitet:
ÜBERGÄNGE FAHREN
Warum sind Übergänge für die Ausbildung so wichtig? Was lassen sie erkennen und was geschieht biomechanisch bei einer korrekten Ausführung?
LEINEN AUS DER HAND KAUEN LASSEN
Was soll die Übung zeigen und bewirken? Wie wird sie korrekt erarbeitet und welche vorbereitenden Lektionen führen dorthin?
LOSGELASSENHEIT ENTWICKELN
Wie entsteht Losgelassenheit? Woran erkennen wir echte Losgelassenheit – und woran möglicherweise nur den äußeren Anschein?
Danach geht es unmittelbar in die Praxis. Die zuvor entwickelten Konzepte werden mit den Gespannen umgesetzt.
Trainer und Richter bleiben dabei ausdrücklich im Dialog: Was sehen wir? Entspricht die Entwicklung dem formulierten Ausbildungsziel? Welche Kriterien legt der Richter an? Was kann der Trainer aus der Beurteilung für die weitere Ausbildung mitnehmen?
Nicht Unterricht auf der einen und Bewertung auf der anderen Seite – sondern gemeinsames Arbeiten am Ausbildungsziel.
Junge Fahrpferde richtig ausbilden
Ein weiterer Schwerpunkt des Samstags ist die Ausbildung des jungen Fahrpferdes – und dabei insbesondere die Losgelassenheit.
Losgelassenheit ist schnell gesagt. Aber woran erkennen wir sie tatsächlich?
Wie erarbeitet und fördert der Trainer Losgelassenheit? Wie fühlt sie sich für den Fahrer an? Und woran erkennt und beurteilt sie der Richter? Gerade bei jungen Fahrpferden sollen diese drei Blickrichtungen unmittelbar miteinander verbunden werden.
GEMEINSAMER ABEND AM SAMSTAG, DEN 17. OKTOBER 2026
Ab 19:00 Uhr geht es gemeinsam zum Dreibrückenhof in Warendorf.
Zeit für Fahrsport – und füreinander. Für Gespräche, Austausch und all das, wofür während einer Fortbildung meistens zu wenig Zeit bleibt. Essen und Getränke auf Selbstzahlerbasis.
Sonntag | Präzision entwickeln. Qualität erkennen.
Linien. Punkte. Präzision.
Am Sonntag rücken Hufschlagfiguren und deren korrekte Ausführung in den Mittelpunkt.
Linienführung, Stellung und Biegung, Takt, Tempo und Vorbereitung: Was macht eine korrekt gefahrene Hufschlagfigur aus? Wie vermittelt der Trainer diese Anforderungen – und nach welchen Kriterien beurteilt der Richter ihre Ausführung?
Nach der theoretischen Erarbeitung geht es wiederum direkt in die praktische Unterrichtserteilung und anschließend in die gemeinsame Analyse.
TRAINER-RICHTER-FORUM AM SONNTAG
Von Klasse A bis international – sprechen wir eigentlich dieselbe Sprache?
Mit Peter Tischer und Ekkehard Freiberg
Zum Abschluss richtet sich der Blick auf die Entwicklung von Anspruch, Ausbildungsideal und Bewertung von der nationalen bis zur internationalen Ebene.
Bleiben unsere Maßstäbe dieselben – oder verändert sich mit zunehmendem Niveau auch unsere Vorstellung von „gutem Fahren“?
Anerkennung für die Trainerlizenz
Die Fortbildung wird für die Verlängerung der Trainerlizenz anerkannt.
Die genaue Anzahl der hierfür angerechneten Lerneinheiten (LE) befindet sich derzeit noch in Abstimmung mit dem Pferdesportverband Westfalen. Sobald uns hierzu die verbindliche Rückmeldung vorliegt, werden wir die Zahl der anerkannten Lerneinheiten umgehend bekanntgeben.
Teilnahme und Anmeldung
Teilnahmegebühr
DRFV-Mitglieder: 180,00 €
Nicht-Mitglieder: 210,00 €
Teilnahme mit Gespann
Wer ein Gespann zu den praktischen Unterrichtseinheiten mitbringen möchte, kann dies direkt bei der Anmeldung angeben.
Für die mitgebrachten Pferde und Ponys stehen beim DOKR in Warendorf maximal 10 Boxen zur Verfügung. Die Kosten der Unterbringung übernimmt der DRFV.
Die Vergabe der Boxen erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der verbindlichen Anmeldungen. Wer mit Gespann teilnehmen möchte, sollte sich deshalb frühzeitig anmelden.
BITTE BEACHTEN
VERBINDLICHER ANMELDESCHLUSS: 1. OKTOBER 2026
Eine Anmeldung nach diesem Termin ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich.
Alle Informationen und Anmeldung
Im ausführlichen Programm finden sich alle Zeiten, Themen und Inhalte des Fortbildungswochenendes. Das Anmeldeformular kann direkt heruntergeladen, ausgefüllt und zurückgesendet werden.
Programm herunterladen oder direkt anmelden
Das vollständig ausgefüllte Anmeldeformular bitte per E-Mail an kontakt@wir-sind-fahrer.de oder per Fax an 02366 / 109499 senden.
Ein Blick. Zwei Perspektiven. Ein Ziel.
Vielleicht liegt genau darin die Stärke dieses Wochenendes: nicht darüber zu diskutieren, ob Trainer oder Richter „richtig“ liegen – sondern gemeinsam genauer hinzusehen, besser zu verstehen und daraus etwas für die Ausbildung unserer Fahrpferde mitzunehmen.
Wir freuen uns auf drei intensive Tage beim DOKR in Warendorf – und auf einen fachlichen Austausch, der Ausbildung und Beurteilung zusammenbringt.


